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Informationen zum Teilprojekt 2.2

“Virtuelle Lehr-/Lernformen in deutschdidaktischen Seminaren“

 

Virtualisierung im Bildungsbereich

 

Inhalt und Ziel des Teilprojekts

Am Institut für deutsche Sprache und Literatur der Pädagogischen Hochschule wurde während der gesamten Laufzeit des Förderprogramms „Virtuelle Hochschule“ das Teilprojekt „Virtuelle Lehr-/Lern­formen in deutschdidaktischen Seminaren“ durchgeführt. Das Projekt hatte sich als Ziel und Aufgabe gesetzt, die Text- bzw. Kommunikationsformen, die die computerbasierten Medien mit Hypertext und News­groups bzw. Diskussionsforen zur Verfügung stellen, für Seminare im Bereich der Sprach- und Literaturdidaktik nutzbar zu machen und hierzu hochschuldidaktische Konzepte zu entwerfen. Diese sich entwickelnde Form der medialen Kommunikation nähert sich an Beweglichkeit und Reaktionsschnelligkeit der mündlichen Kommunikation an, zugleich werden aber die Kommunikationsinhalte gespeichert und können daher Gegenstand weiterer Reflexion in erneuten mündlichen oder schriftlichen Gesprächen sein. Die Verbindung zweier Kommunikationsebenen – der Gespräche im Präsenzseminar (face-to-face) und der medialen Kom­muni­kation (E-Mails, Newsgroup bzw. Diskussionsforum) – ermöglicht die gegenseitige Reflexion beider Ebenen und schafft so eine neue Qualität von Seminarkommunikation. Die Strukturierung und Präsentation von Arbeitsergebnissen im Hypertext, die Vernetzung dieser Ergebnisse und die begleitende Internet-Kommunikation führen dabei zu neuen Formen von handlungs- und projektorientierten Seminaren, die zu­gleich Prozesse der Wissensaneignung und -vermittlung reflektieren.

Das zentrale Projektziel, die Entwicklung einer Didaktik der fachspezifischen Nutzung digitaler Medien im Bereich der deutschen Sprache und Literatur, beinhaltete mehrere Bezugsebenen. Neben dem deutschdidakti­schen Ziel der Erforschung von Prozessen der Vermittlung sprachlicher und literarischer Kompetenzen, wurde aus mediendidaktischer Per­spek­tive nach den Spezifika medialer Kommunikationsprozesse in Lehr-/Lern­­­­zusammenhängen gefragt. Auf hochschuldidaktischer Ebene standen Fragen nach sinnvollen Lehr-/Lernarrangements, z.B. im Hinblick auf die Kombination von Präsenzlehre und virtuellen Komponenten (Blended Learning) sowie nach Formen der Vermittlung wissenschaftlicher Erkenntnisse im Vordergrund. Schließlich positionierte sich das Teilprojekt im allgemeinen Forschungskontext der Pädagogischen Hochschulen, in dem grundsätzlich die Erforschung von Vermittlungs- und Bildungsprozessen im Zentrum steht.

Abb.: Ziele des Teilprojekts 2.2

Erreichtes und Ergebnisse

Insgesamt lässt sich durch den Einsatz der netzbasierten Kommunikation in den Lehrveranstaltungen eine Intensivierung der sozialen Kontakte feststellen, da sich die Seminargruppe durch die zusätzliche Kommunikation und die persönliche Vorstellung im Internet besser kennen lernt. Außerdem bekommen die Lehrenden in den internetgestützten Seminaren Einblick in die Kommunikationsstrukturen der Seminargruppe und in die emotionale Befindlichkeit der Studierenden. Insgesamt besteht eine sehr hohe Transparenz der Arbeitsprozesse und die Dozierenden erhalten einen besseren Einblick in die Leistungen der einzelnen Studierenden, was sich in „normalen” Seminaren weitaus undifferenzierter darstellt. Die seminarbegleitende Evaluation, z.B. über One-Minute-Papers per E-Mail nach jeder Seminarsitzung, gewährleistet ein dauerndes Feedback der Seminarteilnehmenden und ermöglicht somit eine flexiblere Planung und eine bessere Teilnehmerorientierung.

Eine detaillierte Dokumentation der Teilprojekt-Ergebnisse wird im Frühjahr 2004 als Buch publiziert. Auszüge aus dieser Publikation werden dann auch im World Wide Web unter http://www.seminarkonzeptionen.de abrufbar sein.

Fortführung und weitere Integration in die Lehre / Hochschularbeit

Die im Teilprojekt involvierten Dozierenden und zahlreiche weitere Kolleg/innen an der PH Freiburg werden auch nach Ablauf des VIB-Projekts weiterhin internetgestützte Seminare anbieten. Eine wichtige Rolle spielt hierbei die Unterstützung und Erweiterung der Seminar-Kommunikation durch Diskussionsforen und die Rezeption sowie Produktion von Hypertexten. Zukünftig werden zudem mehr und mehr Lehrveranstaltungen mit Unterstützung der Lehr-/Lernplattform CLIX Campus angeboten werden.

Links zu Projektseiten:

Die Homepage des Teilprojekts wird zukünftig auf dem Webserver der PH Freiburg unter http://www.ph-freiburg.de/vib abrufbar sein.

 

Michael Staiger, 20.10.03

 

 

   

VIB wurde finanziert durch das Landesprogramm Virtuelle Hochschule
des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst
des Landes Baden-Württemberg.  

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